Cryptojacking ist eine heimtückische Hacking-Methode, bei der Angreifer die Rechenleistung Ihres Macs, PCs, Tablets oder Smartphones missbrauchen, um Kryptowährungen zu schürfen – und den Gewinn für sich zu behalten. Als Experten für Mac-Sicherheit mit Jahren der Praxis zeigen wir Ihnen, wie Sie es erkennen, verhindern und beseitigen.
Was ist Kryptowährung?
Sie kennen sicher Bitcoin. Es handelt sich um eine von vielen digitalen Währungen, die in den letzten Jahren entstanden sind. Diese Coins werden in Online-Wallets gespeichert und eignen sich zunehmend für Online-Zahlungen. Um neue Coins zu erzeugen, lösen sogenannte Miner komplexe kryptografische Rätsel. Je näher die maximale Coin-Menge kommt, desto schwieriger werden diese Aufgaben und desto mehr Rechenpower ist nötig. Professionelle Serverfarmen sind teuer – daher nutzen Hacker fremde Geräte. Das ist Kryptojacking.
Der Boom der Kryptowährungen hat ihre Preise explodieren lassen. Bitcoin erreichte Ende 2017 rund 20.000 US-Dollar pro Coin. Obwohl der Höhenflug nachgelassen hat, bleiben sie wertvoll. Doch der Mining-Aufwand steigt, weshalb Kriminelle auf ahnungslose Nutzer aus sind und Cryptominer installieren.
Was ist Kryptojacking und wie funktioniert es?
Kryptojacking bedeutet die heimliche Nutzung Ihres Geräts zum Mining. Der dafür verantwortliche Code heißt Cryptominer. Cyberkriminelle verteilen ihn auf verschiedene Weisen.
1. E-Mails
Phishing-Mails mit Links zu Passwort-Reset, Updates oder Ähnlichem laden beim Klick Malware herunter, die sofort mit dem Mining startet.
2. Webanzeigen
Beim Besuch infizierter Seiten läuft der Miner-Code im Hintergrund über Werbung – ohne Download. Solange die Seite offen ist, wird CPU-Leistung geraubt.
Diese Methoden maximieren oft die Auslastung. Im Unterschied zu destruktiver Malware richten Cryptominer selten direkten Schaden an, verlangsamen aber Geräte massiv, fressen Batterie und Strom.
Sogar große Sites sind betroffen: 2017 auf Showtime, 2018 auf der LA-Times-Seite.
Cryptominer auf dem Mac erkennen
Aus unserer langjährigen Erfahrung mit Mac-Malware kennen wir die typischen Symptome. Sie ähneln anderen Infektionen, erfordern aber Untersuchung:
- Ihr Mac läuft ungewöhnlich langsam
Plötzlich nach Klick auf einen Link? Oft Adware mit Miner. Schließen Sie den Tab – erholt sich das Gerät?
- Ihr Mac überhitzt
Miner belasten die CPU extrem, Lüfter drehen hoch, Gerät wird heiß.
- Ihr Mac hängt
Wenig Ressourcen für andere Apps bleiben: Ständiger Beachball signalisiert Missbrauch.
Und was ist mit Cryptolocker für Mac?
Trotz ähnlichem Namen hat Cryptolocker nichts mit Mining zu tun. Es verschlüsselt Dateien und erpresst Lösegeld. Glücklicherweise gab es nie eine Mac-Version.
Kryptojacking verhindern
Schutzmaßnahmen ähneln allgemeiner Mac-Sicherheit. Unsere bewährten Tipps aus der Praxis:
1. Ignorieren Sie E-Mail-Links
Klicken Sie nur bei 100% Vertrauen. Besser: Link kopieren und manuell einfügen. Zweifel? Finger weg.
2. Werbeblocker nutzen
In Safari & Co. blocken sie Ads und Pop-ups – primärer Einstiegspunkt für Miner.
3. Browser-Warnungen beachten
Unsichere Seiten? Tab schließen. Miner laufen meist auf dubiosen Sites.
4. Panik-Pop-ups meiden
Fake-Warnungen zu Flash-Updates oder Hacks? Ignorieren und schließen.
Cryptominer finden
Manche Miner laufen browserbasiert. Für installierte: Nutzen Sie Profi-Tools. CleanMyMac X scannt gründlich dank aktueller Malware-Datenbank.
- Laden Sie CleanMyMac X herunter (kostenlos).
- Starten Sie die App.
- Wählen Sie Malware-Entfernung.
- Klicken Sie Scannen.
- Entfernen Sie erkannte Bedrohungen.

Cryptominer vom Mac entfernen
CleanMyMac X löscht per Knopfdruck. Alternativen: Antiviren-Apps (manche kostenpflichtig für Removal). Manuell? Nur für Profis, da Rückstände riskant.
Kryptojacking schadet indirekt durch Ressourcenraub. Besser vorbeugen: Wachsamkeit schützt zuverlässig. Bei Verdacht: Sofort scannen.