Haben Sie Schwierigkeiten, sich Dutzende Passwörter zu merken oder müssen Sie häufig Ihre Identität bei Online-Diensten überprüfen? Microsoft und Mastercard arbeiten an einer Lösung: Ein neues Identitätsverwaltungssystem, das Passwörter und Verifizierungen übers Dienste hinweg speichert und vereinfacht.

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Dieses System verspricht, die Belastung durch das Merken Hunderter Passwörter zu reduzieren, wie Mastercard in seiner Pressemitteilung hervorhebt. Es ermöglicht Benutzern, die Übertragung ihrer Daten über mobile Geräte zu kontrollieren und rationalisiert Online- sowie Offline-Funktionen.
Mastercard nennt vier Schwerpunktbereiche: Finanzdienstleistungen, Handel, Regierungsdienste und digitale Dienste wie Social Media, Musik-Streaming und Mitfahrapps. So könnten Nutzer ihre Daten nahtlos übers Web und reale Welt hinweg verwalten.
Die Einbindung von Regierungsdiensten sorgt für Bedenken: Das System könnte sensible Daten wie Steuerinformationen, Wahlstatus oder Strafregister mit privaten Profilen wie Social-Media-Aktivitäten, Einkaufsverläufen und Bankdaten verknüpfen. Mastercard hob dies in einem Tweet hervor.
Zusammen mit intensiver personalisierter Werbung entstände ein zentraler Datenspeicher – ein ideales Ziel für Hacker oder Missbrauch. Mastercard kooperiert mit Partnern wie Microsoft, was breiten Datenzugriff ermöglicht.
Ähnlich wie Chinas Social-Credit-System, das Bürgerdaten bewertet, regulieren hier Unternehmen die Daten. Regierungen können Tech-Firmen jedoch zur Auskunft zwingen. Twitter-Nutzer warnen vor Risiken.
Die Partnerschaft zielt auf Betrugsprävention, bessere Nutzerfreundlichkeit und Inklusion ab, z. B. für Flüchtlinge ohne offizielle Papiere. Mastercard betont: Eine digitale Identität verbessert Zugang zu Gesundheits-, Finanz- und Sozialdiensten.
Ein Release-Termin liegt nicht fest; weitere Details folgen in den kommenden Monaten, wie beide Unternehmen ankündigten.