Wie wir bereits berichtet haben, fehlen beim Thema Klimawandel und seinen verheerenden Folgen für die Erde gute Nachrichten. Eine Studie der University of Rochester in New York modelliert mathematisch das Schicksal einer intelligenten Spezies, die planetare Ressourcen abbaut und ihre Population entsprechend wachsen lässt. Die Ergebnisse: Drei Szenarien – alle gleichermaßen besorgniserregend.

Die Forscher erstellten ein Bevölkerungswachstumsmodell für die Erde und erweiterten es um generische Physik- und Chemieparameter für außerirdische „Exo-Zivilisationen“, um das Ressourcengleichgewicht zu analysieren. Das Fazit für diese fiktiven Welten: Sie kommen nicht gut damit zurecht. Professor Adam Frank schreibt in The Atlantic: „Die Ergebnisse offenbaren eine radikale Wahrheit über die Herausforderung, vor der wir stehen, wenn wir die Erde ins anthropozäne Zeitalter treiben.“
Szenario 1:
Das Absterben
Der Name sagt alles – und es ist das häufigste Ergebnis. Die Population explodiert, Ressourcen werden verbrannt, der Planet weicht von lebensfreundlichen Bedingungen ab. Die Bevölkerung überschreitet die Tragfähigkeitsgrenze, woraufhin sie rapide auf ein nachhaltiges Niveau abstürzt. Schlimmster Aspekt: Bis zu 70 % der Population könnten sterben, bevor Stabilität eintritt. Professor Frank warnt: „Es ist unklar, ob eine komplexe technologische Zivilisation wie unsere eine solche Katastrophe überleben könnte.“
Die sanfte Landung
Das beste Szenario – was nicht viel sagt. Die Population wächst ähnlich, der Planet verändert sich irreversibel, doch die Zivilisation findet ein „neues, ausgewogenes Gleichgewicht“. Der Planet transformiert, seine Bewohner überleben.
Vollständiger Kollaps
Das schlimmste: Die Population explodiert, der Planet kann nicht mithalten. Bedingungen verschlechtern sich so rapide, dass die Zivilisation ausstirbt.
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Falls Sie hoffen, hier der Tiefpunkt wäre erreicht: Die Forscher testeten auch einen Wechsel von ressourcenintensiven zu umweltschonenden Quellen – wie den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen hin zu Solarenergie. In manchen Fällen half das wenig; einige Planeten kollabierten trotzdem. Frank: „Die Population sinkt zunächst und stabilisiert sich – dann plötzlich: Absturz ins Aussterben.“
Ein erster Ansatz, betont Frank: „Zu früh, um zu sagen: ‚Schafft es jemand?‘“ Solche Studien sollten ein Weckruf sein, doch angesichts ignorierter Warnsignale und des politischen Klimas bleibt Skepsis geboten.