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Neue Studie der University of Exeter: Worst-Case-Szenarien der globalen Erwärmung unwahrscheinlich

Wenn es um Klimawandel und globale Erwärmung geht, dominieren alarmierende Meldungen. Doch eine kürzliche Studie bietet eine nuancierte Perspektive: Forscher der University of Exeter haben Worst-Case-Prognosen revidiert.

Neue Studie der University of Exeter: Worst-Case-Szenarien der globalen Erwärmung unwahrscheinlich

Die Experten schließen extreme Erwärmungen von vier bis fünf Grad Celsius bis 2100 weitgehend aus. "Unsere Studie schließt sehr niedrige und sehr hohe Klimasensitivitäten so gut wie aus", erklärt Hauptautor Professor Peter Cox gegenüber The Guardian.

Das Team analysierte die Gleichgewichtsklimasensitivität – den Temperaturanstieg bei einer Verdopplung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre. Durch Fokus auf jährliche Schwankungen statt historischer Daten halbierten sie die Unsicherheitsbreite: Statt bis zu 4,5 °C liegt der wahrscheinliche Bereich bei 2,2 bis 3,4 °C.Neue Studie der University of Exeter: Worst-Case-Szenarien der globalen Erwärmung unwahrscheinlich

Dies rechtfertigt keine Rückkehr zu fossilen Brennstoffen. Der revidierte Wert überschreitet die 2-Grad-Grenze des Pariser Abkommens – eine Schwelle, die besonders vulnerable Inselstaaten als kritisch mit 1,5 °C sehen.

Wie Atmosphärenwissenschaftler Dargan Frierson von der University of Washington betont: "Die Länder plädieren für 1,5 °C wegen schwerwiegender Auswirkungen auf Hitzeextreme, Dürren, Wetterereignisse und Meeresspiegelanstieg bei 2 °C oder mehr."

Der IPCC ging zuvor von 1,5 bis 4,5 °C aus. Die neue Schätzung verbessert den Worst Case, bleibt aber fern vom Best Case.

Wichtig: Die Methode berücksichtigt keine Kipppunkte wie Golfstrom-Zusammenbruch, Permafrost-Tau oder Eisschild-Schmelze, die schnelle Verschlechterungen auslösen könnten.

Zusammenfassend: Weniger dramatisch als befürchtet, doch Handeln bleibt dringend. Der IPCC-Bericht unterstreicht die Notwendigkeit rascher Emissionsreduktionen.