Einer der größten Herausforderungen bei Bewerbungen – und ein Schlüsselfaktor für das geschlechtsspezifische Lohngefälle – ist die Undurchsichtigkeit von Gehaltsangaben. Was ist eine Stelle wert? Welchen Lohn sollte man fordern? Ein neues Update von Google for Jobs liefert Gehaltsschätzungen direkt in den Stellenanzeigen und hilft, diese Fragen zu klären.

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Wenn ein Gehalt in einer Stellenanzeige explizit angegeben ist, zeigt Google for Jobs diese Information prominent in den Suchergebnissen. Leider fehlt diese Angabe bei den meisten Angeboten. Hier greift Google zu Schätzungen, basierend auf zuverlässigen Datenquellen wie Glassdoor, PayScale und LinkedIn.
Diese Schätzungen berücksichtigen den Standort der Stelle. Nutzer können den Suchradius flexibel von 2 bis 200 Meilen einstellen oder „irgendwo“ wählen – eine Funktion, die bereits auf vielen Jobportalen Standard ist.
Google for Jobs wurde zu Jahresbeginn lanciert und etabliert sich zunehmend auch außerhalb der USA. Google plant die Ausweitung auf weitere Länder, ohne genauen Zeitrahmen zu nennen. Das Tool nutzt KI und maschinelles Lernen, um Angebote von Plattformen wie Monster, CareerBuilder, Facebook und LinkedIn zu aggregieren.
KI und Arbeitsmärkte stehen in den letzten Jahren in einem angespannten Verhältnis. Viele befürchten Jobverluste durch Automatisierung – Berichte sprechen von bis zu einem Fünftel der Stellen. Am Wochenende spielte der britische Finanzminister Philip Hammond diese Ängste herunter und verwies auf vergangene Beispiele:
„Ich erinnere mich, dass wir vor 20 Jahren besorgt waren, was mit den Millionen Stenotypistinnen in Großbritannien passiert, als der Personal Computer die Oberhand gewann“, sagte er in der BBC-Sendung Andrew Marr Show. „Heutzutage gibt es keine Stenotypistinnen mehr, aber wo sind all die Arbeitslosen?“ Er ergänzte sogar: „Es gibt keine Arbeitslosen.“
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