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Snapchat plant radikales App-Redesign: Nächster Monat trotz hoher Verluste und Spectacles-Fiasko

Snapchat-Mutterkonzern Snap bereut seine Umbenennung in ein Kameraunternehmen möglicherweise zunehmend.

Snapchat plant radikales App-Redesign: Nächster Monat trotz hoher Verluste und Spectacles-Fiasko

Im jüngsten Quartalsbericht meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 443,2 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 207,9 Millionen US-Dollar. Fast 40 Millionen US-Dollar entfielen auf übrig gebliebene Snap Spectacles, wie der Bericht erläuterte: "in erster Linie im Zusammenhang mit überschüssigen Bestandsreserven und Stornogebühren für Bestandskaufverpflichtungen."

Analysten hatten einen Verlust von 393,8 Millionen US-Dollar bei 235,5 Millionen US-Dollar Umsatz erwartet. Die enttäuschenden Zahlen ließen die Aktie nachbörslich um über 17 Prozent auf 12,55 US-Dollar fallen.

Trotzdem prahlte CEO Evan Spiegel kürzlich auf dem Vanity Fair New Establishment Summit mit über 150.000 verkauften Einheiten der intelligenten Sonnenbrille – mehr als die prognostizierten 100.000 und sogar über Apples 143.000 iPod-Verkäufe von 2002.

Die Spectacles verfügen über eine eingebaute Kamera, die 10-Sekunden-Videos aufnimmt. Diese kreisförmigen Clips laden sich per Bluetooth oder WiFi ins Snapchat-Konto hoch. Sie sind weiterhin bei Amazon und direkt bei Snap erhältlich.

Um den Verkauf zu pushen, stellte Snap kürzlich Verkaufsautomaten in europäischen Metropolen wie Paris, Berlin, Venedig, Barcelona und London auf – letzteres neben dem London Eye.

Spiegels Optimismus kontrastiert mit sinkenden Aktienkursen: Nach dem Börsengang fielen sie in sechs Monaten um über 34 Prozent. Kritik an mangelnder Kommunikation nahm Spiegel an: "Eines der Dinge, die ich unterschätzt habe, war, wie viel wichtiger Kommunikation wird."

Sehen Sie sich die zugehörigen Snapchat Spectacles an, die jetzt bei Amazon in den britischen Snapchat-Picks nach dem Brexit in London für das internationale Hauptquartier erhältlich sind.

"Wenn Sie an die Börse gehen, müssen Sie einer riesigen neuen Investorenbasis erklären, wie Ihr Unternehmen funktioniert. Gleichzeitig gibt es neue Vorschriften darüber, was Sie sagen dürfen."

"Eines der Dinge, die wir dieses Jahr durchgemacht haben, ist, wie wir die Snap-Geschichte kommunizieren können." Spiegel räumte ein: "Investoren haben Angst – dass wir nie profitabel werden oder die Konkurrenz uns besiegt. Aber das sind normale Ängste für Startups."

Um Investoren zu beruhigen, kündigte Snap ein komplettes App-Redesign an. Spiegel warnte vor kurzfristigen Störungen: "Wir wissen noch nicht, wie sich das Verhalten unserer Community ändert. Wir sind bereit, dieses Risiko einzugehen für langfristige Vorteile."