In den letzten 14 Tagen haben drei starke Erdbeben Fidschi, Mexiko und Japan erschüttert, Gebäude zerstört und Hunderte von Menschen das Leben gekostet.

Ein Erdbeben ist jede Vibration, die durch die Erdkruste wandert. Es kann durch Vulkanausbrüche, Asteroideneinschläge oder menschliche Aktivitäten wie Fracking und Atomexplosionen entstehen. Am häufigsten jedoch resultiert es aus der Verschiebung der tektonischen Platten.
Die Erde gliedert sich in Schichten: Im Zentrum pulsiert ein Kern aus geschmolzenem Eisen, der unser Magnetfeld erzeugt und uns vor Sonnenwinden schützt – verantwortlich für die faszinierenden Nordlichter.
Darüber liegt der Mantel, eine felsige Schicht, die den Kern von der Kruste trennt. Heißes Material steigt auf, kühleres sinkt ab, was zu ständiger Bewegung führt.
Die äußere Kruste besteht aus leichterem, aber steifem Gestein und ist in Platten unterteilt. Diese gleiten über den Mantel – ein Prozess, der als Plattentektonik bekannt ist.
Die erdbebensreichsten Regionen liegen an Plattengrenzen, sogenannten Bruchlinien. Die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien erstreckt sich über 1.200 km an der Naht zwischen Pazifischer und Nordamerikanischer Platte und erklärt die hohe Aktivität dort.

Je nach Bewegungsrichtung entstehen unterschiedliche Verwerfungstypen: Bei divergierenden Grenzen bewegen sich Platten auseinander, Magma steigt auf. Bei konvergierenden Grenzen stoßen sie zusammen – eine Platte taucht unter die andere ab (Subduktion) oder es entstehen Gebirge.
Die meisten Erdbeben entstehen, wenn aufgestaute Kräfte eine plötzliche Gesteinsverschiebung auslösen. Diese kann Kettenreaktionen in benachbarten Verwerfungen hervorrufen.
Die Stärke misst man anhand der Schüttelamplitude auf der Richterskala – einer logarithmischen Skala. Ein Beben der Stärke 5 ist zehnmal stärker als eines der Stärke 4.
Tsunamis und Erdrutsche
Unterseeische Erdbeben können den Meeresboden verschieben und Tsunamis erzeugen. An Land lösen sie Erdrutsche oder vulkanische Aktivität aus.
Seismische Wellen
Die Krustenbewegung erzeugt seismische Wellen, die vom Epizentrum ausstrahlen – ähnlich wie Wellen auf einem Teich. Primärwellen (P-Wellen) sind schnell, Sekundärwellen (S-Wellen) langsamer. Beide verursachen die spürbaren Erschütterungen. Seismographen erfassen Geschwindigkeit und Ankunftszeit, um Stärke und Ursprung zu bestimmen.
Erdbeben vorhersagen
Seismologen analysieren historische Daten und Gesteinsspannungen, um Vorhersagen zu verbessern. Trotzdem bleibt genaue Prognose eine große Herausforderung – manche Experten halten sie für unmöglich.