Superintelligente Roboter, die riechen können – klingt furchteinflößend? Tatsächlich zielt diese Technologie auf höhere Sicherheit ab. Das innovative Gerät Koniku Kore erkennt Sprengstoffrückstände, um versteckte Bomben aufzuspüren, ohne lästige Kontrollen am Flughafen.

Forscher Oshi Agabi, Gründer des Projekts, sieht darin Potenzial für diskretere Sicherheitsmaßnahmen. Dieses modemgroße Gerät könnte als unauffälliger Detektor dienen oder in Sicherheitsroboter integriert werden und so das Reisen angenehmer machen.
Zukünftig plant das Team Einsätze im Gesundheitswesen: Früherkennung von Krankheiten durch Geruch, ähnlich wie bei Krebs spürenden Hunden.
Das Prototypsystem wurde laut BBC auf der TEDGlobal-Konferenz in Tansania präsentiert. Gerüche digital zu entschlüsseln ist energieintensiv – herkömmliche KI reicht nicht für portable Geräte. Agabi rekonstruierte daher die Verarbeitung von Gerüchen im menschlichen Gehirn.
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„Biologie ist Technik. Bio ist Tech“, betonte Agabi. „Deep-Learning-Netzwerke imitieren das Gehirn.“ Besonders innovativ: Koniku Kore ist halblebend. Es kombiniert lebende Neuronen mit Silizium, um Energie zu sparen und Gerüche präzise zu erkennen.
„Wir programmieren die Neuronen, z. B. einen Rezeptor für Sprengstoffe bereitzustellen“, erklärt Agabi.
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Bilder des Geräts sind derzeit nicht öffentlich. Agabi hielt die Neuronen monatelang am Leben – ein Durchbruch für biologische Systeme. „Dieses Gerät überlebt auf dem Schreibtisch Monate“, sagte er der BBC. „Synthetische Biologie treibt die Rechenleistung zukünftiger Roboter an.“
Agabis Ansatz reiht sich in Pionierprojekte wie Neuralink ein und bringt menschenähnliche Roboter näher.