Ihr Auto wird zum mobilen Büro: BMW kooperiert mit Microsoft, um Skype for Business in das iDrive-System des neuen 5er-Modells zu integrieren.

Bei den jährlichen Innovation Days in Chicago kündigte BMW an, geschäftsorientierte Tools im Fahrzeug zu erweitern. Ab sofort können Fahrer Skype-Meetings unterwegs starten – nahtlos über iDrive gesteuert.
Die Software informiert über anstehende Termine, Verschiebungen oder Startvorschläge, ohne dass ein Telefon gewählt werden muss. Microsoft Exchange synchronisiert Kalender, Aufgaben und Kontakte per Sprachsteuerung und Navigation.
Siehe den zugehörigen Bericht zum neuen BMW 5er (2017): Praktisch mit dem bisher am besten vernetzten BMW – Der neue BMW 5er (2017) verfügt über das bisher beste Apple CarPlay-System.
Eine Premium-Version von Skype for Business kostet regulär 9,40 £ pro Monat bei Jahresvertrag.
Diese Innovation baut auf der 2016 gestarteten Partnerschaft zwischen BMW und Microsoft auf, die die Open Mobility-Plattform schafft und BMW Connected unterstützt. Seit dem Markstart des 5ers bietet BMW Office 365-Dienste via Microsoft Exchange an. Microsoft meldet über 100 Millionen monatlich aktive kommerzielle Office 365-Nutzer.
„In der Always-On-Kultur müssen Menschen überall produktiv sein – inklusive im Auto“, erklärt Ulrich Homann von Microsoft in seinem Blog. „Pendelzeiten steigen, Arbeiten flexibelieren sich. Autos sollen mehr als Fortbewegung sein: ein mobiles Büro, das Zeit spart und Lebensqualität steigert.“
Der Rollout startet in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, mit baldiger Expansion. Genaue Termine stehen noch aus.
Die Partnerschaft weckt Sicherheitsbedenken. Ein Bericht des Texas Transportation Institute (Texas A&M University) zeigt: Sprachbedienung für Nachrichten oder Termine ist ebenso riskant wie SMS-Versand – Reaktionszeiten leiden gleichermaßen. Apple reagierte mit „Beim Fahren nicht stören“ in iOS 11 Maps, das Fahrten erkennt, Benachrichtigungen blockt und auto-replyt. Zuvor kam Eyes-Free-Technologie in CarPlay.
Gegenthese: Studien von Carnegie Mellon University und London School of Economics finden keinen Unfallanstieg durch Sprechen am Steuer. Daten von Netzbetreibern und Unfallstatistiken zeigen keinen direkten Link zwischen Anrufvolumen und Crashs.
Alphr hat Microsoft, BMW und Brake (britische Verkehrssicherheitsorganisation) zu Sicherheitsrisiken befragt.