DeuAq.com >> Leben >  >> Elektronik

Google.org dokumentiert die dunkle Geschichte der Lynchmorde in den USA

Google.org, der philanthropische Arm von Google, engagiert sich weiterhin für Rassengerechtigkeit. In Kooperation mit der gemeinnützigen Equal Justice Initiative (EJI) hat das Unternehmen eine umfassende Website zur Geschichte der Lynchmorde in den Vereinigten Staaten entwickelt.

Google.org dokumentiert die dunkle Geschichte der Lynchmorde in den USA

Die Plattform bietet Audio-Zeugnisse von Nachkommen von Lynchopfern sowie eine interaktive Karte, die die 20 Bundesstaaten mit den höchsten Zahlen an Lynchmorden zwischen 1877 und 1950 hervorhebt. Zudem können Nutzer den Film „Uprooted“ streamen, der die Geschichte von Verwandten eines in Louisiana gelynchten Schwarzen Mannes beleuchtet – er wurde beschuldigt, einer weißen Frau eine Notiz überreicht zu haben.

Die Karte visualisiert über 4.000 dokumentierte Lynchmorde aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Fünf markante weiße Punkte laden zu detaillierten Seiten mit Audio-Aufnahmen, Fotos und Texten ein, die die Schicksale der Opfer greifbar machen.

Ebenso finden sich auf der Website ein ausführlicher Forschungsbericht zu rassistischen Vorurteilen jener Ära sowie ein Unterrichtsplan für Oberstufenschüler, den Lehrkräfte direkt einsetzen können.

Seit November 2015 hat Google.org rund 17 Millionen US-Dollar (über 13 Millionen £) an Organisationen für Rassengerechtigkeit gespendet, darunter 1 Million US-Dollar (ca. 780.000 £) an EJI im Jahr 2016.

„In jüngster Zeit haben rassistische Gewaltvorfälle wieder die Schlagzeilen dominiert“, schrieb Google.org-Direktor Justin Steele bei der Zuschussankündigung. „Die Zahlen sind alarmierend: Afroamerikaner werden fast sechsmal häufiger inhaftiert als Weiße. Etwa 40 % der aus US-Schulen verwiesenen Schüler sind schwarz, 30 % Latinos. Google und unsere Branche müssen mehr für Gleichberechtigung und Chancengleichheit tun.“

Der jüngste Zuschuss unterstützt EJIs Projekte: ein Denkmal für Lynchopfer und ein Museum zur Unterdrückung Schwarzer Amerikaner durch Sklaverei, Segregation sowie moderne Phänomene wie Masseninhaftierung und Polizeigewalt. Beide eröffnen 2018 in Alabama – dem Staat mit der fünft-höchsten Lynchmordrate auf der Karte.

Google.org dokumentiert die dunkle Geschichte der Lynchmorde in den USA

Das Denkmal wäre das erste in den USA, das Lynchopfer ehrt. Ein Guardian-Podcast thematisiert dies anhand einer Stadt in Georgia, die jährlich eine Live-Nachstellung der Todesfälle zweier schwarzer Männer und ihrer Frauen inszeniert.