Vor dem Hintergrund des Rücktritts zweier hochrangiger Kabinettsmitglieder wegen Theresa Mays Brexit-Deal haben wir vier renommierte Experten zusammengebracht. Sie debattierten ein zentrales Thema für die kommenden 20 Jahre: Wer sollte das letzte Wort haben – Menschen oder Algorithmen?

Es lag nahe, zu fragen, ob der Brexit einer intelligenten KI überlassen worden wäre. Pete Trainor, Mitbegründer von Us Ai und Autor von "Hippo: The Human-Focused Digital Book", betonte seine Expertise in stochastischer Modellierung: "Stellen Sie sich das als prädiktive Analytik für chaotische Szenarien vor. Basierend auf unserer Arbeit für Banken, die mit Unsicherheiten umgehen müssen, hätte ein Algorithmus mit ausreichend Daten gezeigt, dass Brexit eine schlechte Idee wäre."
Chloe Grutchfield, Mitbegründerin von RedBud Partners, hob die Vorteile hervor: "KI ist frei von Vorurteilen. Ihre Entscheidungen beruhen auf umfangreichen Daten und werden blitzschnell getroffen."
Tom Cheesewright, angewandter Futurist, adressierte Bedenken zur Datenquelle: "Das ist übergangsmäßig. In wenigen Jahren holt KI Daten selbstständig ein. Bereits heute lernen KI-Systeme aus vielfältigen Quellen, validieren sie gegeneinander und beantworten Fragen autonom – denken Sie an Websuchen oder Nachrichtenanalysen."
Chloe ergänzte mit einem Beispiel aus einem polnischen Cybersicherheits-Startup: "Die KI analysiert Verhaltensmuster von Operatoren, z. B. Mausbewegungen bei Satellitenbedienung. Sie erkennt Abweichungen ohne vordefinierte Trainingsdaten und signalisiert Anomalien sofort."
Sara Driscoll, Journalistin und Beraterin, wusste: "Geheimdienste nutzen das seit Jahren zur Früherkennung abtrünniger Agenten durch E-Mail- und Verhaltensanalysen. Jeder hat einzigartige Muster – KI erkennt Abweichungen präzise."
Pete Trainor ergänzte: "Das nennt sich kognitive Biometrie, bereits in Banking-Apps integriert. Neben Fingerabdruck überprüft sie, wie Sie Ihr Gerät halten. Ungewöhnliches Verhalten? Dann ist es nicht Sie."
Wo steht der Brexit? Bei einem zweiten Referendum könnte ein KI-gestütztes System helfen: Nutzer teilen Bedenken wie Einwanderung ein, erhalten faktenbasierte, emotionsfreie Analysen – regional angepasst. Besser als Medienblasen oder Social-Media-Echos. Und dank kognitiver Biometrie wäre die Abstimmung sicher per App.
Inspiriert von der Diskussion unseres Panels beim Mindshare Huddle 2018:
- Sara Driscoll, Journalistin und Beraterin
- Chloe Grutchfield, Mitbegründerin von RedBud Partners
- Pete Trainor, Mitbegründer von Us Ai
- Tom Cheesewright, angewandter Futurist