IBM hat eine Palette branchenspezifischer Watson-KI-Services vorgestellt, die von der Landwirtschaft bis zum Kundenservice reichen. Als Pionier in der Kognitiven Computing-Branche nutzt IBM seine jahrelange Expertise, um Unternehmen maßgeschneiderte Intelligenz zu bieten.

Landwirtschaftsunternehmen erhalten eine einheitliche, vorausschauende Übersicht über umfangreiche Datenquellen – von Satellitenbildern bis zu IoT-gestützten Traktoren – in einer einzigen App. Werbetreibende können Watson einsetzen, um Kampagnen dynamisch an veränderte Wettermuster anzupassen.
"Da die Datenströme weiter zunehmen, werden die Menschen von der Menge an Informationen überwältigt, auf die wir jeden Tag reagieren müssen", erklärt David Kenny, Senior Vice President für kognitive Lösungen bei IBM. "Aber glücklicherweise fällt die Informationsexplosion mit einem anderen wichtigen technologischen Fortschritt zusammen: der künstlichen Intelligenz."
"KI ist das Werkzeug, das Fachleute benötigen, um die Daten zu nutzen, die uns jetzt zur Verfügung stehen. Die Anpassung allgemeiner KI an spezifische Branchen und Berufe ist ein entscheidender Weg, um jedem zu ermöglichen, in seiner täglichen Arbeit neue Potenziale auszuschöpfen."
Jedes branchenspezifische Paket befindet sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, zielt aber darauf ab, Profis durch KI-gestützte Verarbeitung und Interpretation vorhandener Daten wertvolle Einblicke zu liefern.

(Oben: Watson-KI, maßgeschneidert für die Landwirtschaft. Quelle: IBM)
Watson Supply Chain Insights, bereits verfügbar, überwacht mit einer spezialisierten Watson-Version fünf Schlüsselfaktoren der Lieferkette wie Wetter, Verkehr und behördliche Berichte für einen umfassenden Versorgungsüberblick. Das HR-Tool analysiert Mitarbeiterprofile vielfältiger Hintergründe, um Top-Performer zu identifizieren und vielversprechende Kandidaten im Recruiting-Prozess hervorzuheben. IBM berichtet von Erfolgen bei Unternehmen wie BuzzFeed und H&R Block, die ihre Einstellungseffizienz steigerten.
Die Liste der adressierten Branchen umfasst Landwirtschaft, Kundenservice, HR, Marketing, Werbung, Industrieanlagenfertigung, Gebäudemanagement, Fahrzeugentwicklung und Lieferketten.
IBM folgt damit einem Trend unter Tech-Giganten: Microsoft kündigte kürzlich Cortana Skills for Enterprises an, maßgeschneiderte Sprach-KI für Branchen. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich Bias in sensiblen Bereichen wie Recruiting bestehen.
MIT-Forscher zeigten kürzlich, dass KI-Roboter ohne menschliches Eingreifen Vorurteile entwickeln können. Kay Firth-Butterfield vom Weltwirtschaftsforum kritisiert die Dominanz "weißer Männer eines bestimmten Alters" in der KI-Entwicklung als Ursache für Verzerrungen.
IBM betont, dass seine HR-KI unbewusste menschliche Bias bekämpft und traditionelle Prozesse durch prädiktive Analysen verbessert.