Viele Windows-Sicherheitsanbieter bieten ergänzende Apps für Smartphones und Tablets an. Bei iPhones oder iPads müssen Sie sich jedoch keine großen Sorgen machen. Dank des streng abgesicherten iOS-Sicherheitsmodells gab es nie einen großen Virenausbruch auf dieser Plattform.

Bei Android sieht die Lage differenzierter aus. Das offene Design macht es anfälliger als iOS – doch Android verfügt über smarte integrierte Sicherheitsfunktionen, die viele Nutzer unterschätzen.
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Android verhindert zunächst, dass Apps ohne Ihre explizite Zustimmung installiert werden. Das minimiert Drive-by-Downloads: Ein unerwarteter Installationshinweis lässt sich einfach ablehnen. Standardmäßig laden Sie Apps nur aus dem Google Play Store herunter, wo sie von Google geprüft werden. Der Prozess ist nicht fehlerfrei, aber bei Vermeidung obskurer Apps sinkt das Risiko erheblich.
Darüber hinaus scannt Google Play Protect kontinuierlich im Hintergrund alle installierten Apps auf bekannte Bedrohungen und verdächtiges Verhalten. So werden Sie frühzeitig gewarnt. Überprüfen Sie den Status unter Einstellungen > Google > Sicherheit > Google Play Protect.
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Müssen Sie sich um Android-Virenschutz sorgen?
Androids Sicherheit ist robuster, als viele denken, aber nicht unfehlbar. Bei Amazon Fire-Geräten oder aktiviertem Sideloading umgehen Sie Teile des Schutzes. Rooting öffnet Malware zudem Türen zu tieferen Zugriffsrechten.
Malware sickert gelegentlich durch: Im September 2019 entdeckte Check Point den „ExpensiveWall“-Angriff. Er meldete Nutzer heimlich bei teuren Premium-SMS-Diensten an und traf über 5.000 Geräte via komprimierter Play-Store-Apps. Nutzerbewertungen und App-Berechtigungen (z. B. für SMS) boten Abhilfe – doch viele klicken Permissions blind ab.
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Was tun gegen Android-Malware?
Auf der Structure Security Conference 2019 schätzte Adrian Ludwig, Android-Sicherheitsleiter bei Google, dass nur 0,25 % der zwei Milliarden Nutzer infiziert waren. Bleiben Sie bei Play-Store-Apps, rooten Sie nicht und prüfen Sie Berechtigungen – Sie sind sicher.
Bei sensiblen Geräten oder technisch weniger affine Nutzer bieten Drittanbieter-Apps Extra-Schutz. Wählen Sie nach AV-Comparatives-Tests: Bitdefender, McAfee, Tencent und Trend Micro erkennen 100 % von 4.081 Malware-Samples. Avast, Alibaba, Kaspersky und Eset liegen bei 99,9 %.
Fazit: Ergänzen Sie bei Bedarf den integrierten Schutz mit bewährten Apps für maximale Sicherheit.