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OVO ermöglicht E-Auto-Besitzern Verkauf überschüssiger Energie ans Netz – Vehicle-to-Grid-Pionier

Das britische Energieunternehmen OVO bietet Besitzern von Elektrofahrzeugen (E-Autos) eine innovative Lösung: Sie können überschüssigen Strom aus ihren Fahrzeugbatterien ans Netz zurückführen und so die Versorgung in Spitzenzeiten stabilisieren.

OVO ermöglicht E-Auto-Besitzern Verkauf überschüssiger Energie ans Netz – Vehicle-to-Grid-Pionier

OVO präsentiert sein Vehicle-to-Grid-Ladegerät als weltweit erstes weit verbreitetes bidirektionales Ladegerät für Haushalte. Kunden verdienen Einnahmen mit dem gespeicherten Strom in ihren E-Autos. Die zweijährige Testphase startet diesen Sommer.

Das Gerät ist Teil mehrerer Neuprodukte, die OVO heute in London beim Energy Technology Product Showcase vorstellte: ein intelligentes 7-kW-Ladegerät für E-Autos, der „Heat Dynamo“ zur Optimierung elektrischer Speicherheizungen sowie eine Hausbatterie.

Stephen Fitzpatrick, CEO und Gründer von OVO, betont: Das bidirektionale Ladegerät löst „eine der größten Herausforderungen im Energiesektor“.

„Wir nutzen Tausende EV-Batterien, um Spitzenlasten auszugleichen, mehr Erneuerbare ins Netz zu bringen und Haushalte bei den Stromkosten zu entlasten.“ Es sei „der erste Schritt zu einem dezentralen Energiesystem der Zukunft – kundenorientiert und auf Haushalte mit Energiespeichern fokussiert.“

Ein Kernproblem erneuerbarer Energien ist die Abstimmung von Angebot und Nachfrage, besonders abends ohne Sonnenstrom. Batterien sind der Schlüssel. Während zentrale Megabatterien wachsen, setzt OVO auf Dezentralisierung: Netzwerke aus Hausbatterien und Erneuerbaren.

OVO ermöglicht E-Auto-Besitzern Verkauf überschüssiger Energie ans Netz – Vehicle-to-Grid-Pionier

(Stephen Fitzpatrick kündigt das OVO Vehicle-to-Grid-Ladegerät an. Bild: Thomas McMullan)

Das 6-kW-Ladegerät lädt und entlädt bidirektional, integriert ins Haus. Kunden kaufen günstigen Strom, verkaufen ihn teuer in Spitzenzeiten – potenziell profitabel.

Zunächst testen 1.000 Nissan Leaf-Besitzer es in einem von Innovate UK geförderten zweijährigen Pilot. Erstes Volumenprodukt in Großbritannien; Erfolg könnte Expansion ermöglichen. Francisco Carranza Sierra, Nissan Energy-Geschäftsführer: Die OVO-Partnerschaft unterstreicht Nissans Mission für kostenlosen E-Auto-Strom.

„V2G verändert die Regeln, macht Energie günstiger und beschleunigt die Dekarbonisierung. Unsere E-Autos stabilisieren das britische Netz nachhaltig.“ Der Test richtet sich an OVO-Kunden mit neuen Leaf, e-NV200 oder älteren Leafs. Bewerbungsdetails folgen.

VCharge

Alle Produkte steuert die neue KI-Plattform VCharge. Sie ermöglicht Verdienste mit E-Auto-Strom, ist aber OVO’s Kerninnovation.

VCharge nutzt maschinelles Lernen, um Ladegeräte und Batterien an Netzlast und Nutzung anzupassen. Es verknüpft OVO-Geräte zu einem virtuellen Kraftwerk aus verteilten Speichern.

Damit reagiert Ihr Haushalt automatisch: Günstiger Strom kaufen, Spitzenlasten ausgleichen – z. B. V2G-Export pausieren.

Dr. Kotub Uddin, OVO Energiespeicher-Experte, erklärt Alphr: Vorteile gehen über Finanzen hinaus. Lithium-Ionen-Batterien degradieren; E-Autos halten oft nur 10 Jahre vs. 20 bei Verbrennern.

„Nehmen Sie mein iPhone 7: Von 30 auf 20 Stunden Laufzeit in einem Jahr. Kapazitätsverlust. Power Fade erhöht Widerstand und Hitze.“

OVO ermöglicht E-Auto-Besitzern Verkauf überschüssiger Energie ans Netz – Vehicle-to-Grid-Pionier

(OVO Smart Charger. Kredit: OVO)

VCharge minimiert Degradation durch intelligentes Management – vermeidet Vollladung, optimiert Chemie. „Wir verstehen Nutzungseffekte und handhaben Batterien schonend“, sagt Uddin.

VCharge verbindet OVO’s dezentrales Netz. Speicherlösungen für Erneuerbare sind essenziell – OVO positioniert sich als Vorreiter.