Die NASA plant eine bedeutende Ankündigung zum Kilopower-Projekt, das sich auf Kernenergie im Weltraum konzentriert. Dieses Vorhaben nutzt Kernspaltung, um eine zuverlässige Alternative zu herkömmlichen thermoelektrischen Radioisotopengeneratoren (RTGs) zu bieten, die derzeit Raumfahrzeuge antreiben. Kilopower ist kompakt, kostengünstig und basiert auf bewährten Technologien und Treibstoffen, mit denen NASA-Experten bestens vertraut sind.
Das Ziel des Projekts: Ein fissionbasiertes System für Missionen zum Mond, Mars und darüber hinaus. "Kilopower könnte sichere, effiziente und reichlich Energie für zukünftige Roboter- und bemannte Weltraummissionen liefern", erklärt die NASA.
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Die Tests fanden von November 2017 bis März 2018 auf der Nevada National Security Site (NNSS) statt, einem bewährten Atomtestgelände aus den 1950er Jahren. Die große Enthüllung ist für den 2. Mai geplant – nur noch Wochen hin.
Kilopower soll Raumfahrzeuge bei Alltagsaufgaben wie Licht-, Wasser- und Sauerstoffproduktion, Kommunikation und Experimenten unterstützen. Es liefert etwa zehnmal mehr Leistung als aktuelle Multi-Mission-RTGs und ermöglicht längere Missionen.
Herkömmliche Energiequellen stoßen an Grenzen: Auf dem Mars schwankt Sonnenenergie stark, Staubstürme dauern Monate; Mondnächte bis zu 14 Tage. Kernspaltung bietet Standfestigkeit in extremen Bedingungen.

Obwohl Kernreaktoren im All zunächst Bedenken wecken: Sie ermöglichen bahnbrechende Fortschritte in der Raumfahrt. "Wir brauchen eine Stromquelle für extreme Umgebungen", sagt Lee Mason, NASA-Cheftechnologe für Strom und Energiespeicher. "Kilopower erschließt den gesamten Mars, inklusive nördlicher Breiten mit möglichem Wasser, und hilft auf dem Mond bei der Ressourcenersuche in schattigen Kratern."
Wir bangen bis zum 2. Mai auf die NASA-Ergebnisse.