Es ist kein Geheimnis: Das iPhone X kämpft mit schwachen Verkäufen. Gerüchte über eine baldige Ablösung nach nur einer Generation unterstreichen das Problem. Ein aktueller Bericht von Nikkei macht die Krise greifbar.

Laut Nikkei haben enttäuschende Weihnachtsverkäufe in Europa, den USA und China Apple gezwungen, die Produktionsziele für das iPhone X von 40 auf 20 Millionen Einheiten zu halbieren. Die Ziele für iPhone 7 und iPhone 8 bleiben bei stabilen 30 Millionen. Zulieferer lamentieren über ausgebliebene Milliardeneinnahmen.
Die Folge: Apples Aktie fiel am 18. Januar um 6 % vom Allzeithoch von 180,10 USD auf 167,96 USD. Das entspricht einem Marktwertverlust von 60 Milliarden USD innerhalb von 12 Tagen.
Was kommt als Nächstes?

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Die Schwächen des iPhone X sind vielfältig. In China ist es zu klein, um mit der Konkurrenz mitzuhalten – doch in USA und Europa liegt es am hohen Preis. Ergänzt durch die starken, 30 % günstigeren iPhone 8-Modelle wird der Verkauf erschwert. Preisanstiege quer durch die Branche, wie diese Statista-Grafik zeigt, verschärfen das Bild:

Apple wird aus dieser Erfahrung lernen: Die nächste Generation könnte größer ausfallen, um China zu erobern, und im Westen preiswerter – oder andere Modelle teurer positioniert, um das Flaggschiff attraktiver wirken zu lassen.
Das große iPhone-Event im September ist noch fern. Bis dahin: Samsung atmet auf – schwache iPhone-X-Verkäufe wären ein Segen für den Konkurrenten gewesen.