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Wie Cloud-Technologie Bürgern mehr Kontrolle über ihren Energieverbrauch ermöglicht

Wenn das Internet uns detaillierte Einblicke in unsere Ausgaben, Fernüberwachung der Haussicherheit und sogar die Verfolgung der Bewegungen unserer Haustiere ermöglicht, ist es naheliegend, dass wir auch mehr Kontrolle über unseren stetig teurer werdenden Energieverbrauch wünschen.

Wie Cloud-Technologie Bürgern mehr Kontrolle über ihren Energieverbrauch ermöglicht

Die Cloud ist der Schlüssel zu dieser Kontrolle – nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen, Stadtverwaltungen, Energienetze und Erzeuger. Sie eröffnet sogar Potenzial für innovative Energieerzeugung und -verteilung durch Microgrids.

Intelligenz beginnt im Netz

Ian Hughes, Senior Analyst für Internet of Things bei 451 Research, erklärt gegenüber Cloud Pro: „Intelligente Netze bieten eine höhere Messgenauigkeit und granulare Kontrolle im Vergleich zu konventionellen Netzen. Die Cloud schafft einen hochskalierbaren zentralen Kontrollpunkt. Daten aus instrumentierten Systemen wie Grids können von KI, einschließlich maschinellem Lernen, analysiert werden, um Muster zu erkennen und eine effizientere Nutzung zu ermöglichen – präventiv sowie durch Wartung und Betrieb.“

Die Cloud bewältigt große Datenmengen und detaillierte Berichte und bietet mehrere Einstiegspunkte ins Netz. Für die Energieerzeugung ebnet sie den Weg für Mikroerzeugung und Microgrids. Diese basieren oft auf erneuerbaren Quellen wie Solar- oder Windenergie, die wetterabhängig sind. Mit Speicherung und Teilen entstehen jedoch spannende Möglichkeiten.

Im vergangenen Sommer ging das Microgrid im Marcus Garvey Village in Brooklyn, New York, ans Netz. Als Teil einer Sanierung eines Wohnkomplexes mit 625 Einheiten wurden Solarmodule, eine Brennstoffzelle und der größte Batteriespeicher New Yorks installiert. Das Cloud-basierte Steuerungssystem integriert es ins übergeordnete Netz und hält Energiekosten für Bewohner niedrig.

Cloud-Power

Solche Systeme benötigen Cloud-Technologie. Upside Energy aus Manchester hat mit 5,5 Millionen £ Investitionen, inklusive Förderung durch Innovate UK, eine flexible Cloud-Plattform entwickelt. Sie ermöglicht Tausenden Haushalten und Firmen, an Demand-Response-Programmen teilzunehmen: Netzbetreiber zahlen für den Versatz von Spitzenlasten in Nebenzeiten – ideal, um Waschmaschinen nachts zu nutzen und günstiger Strom zu erhalten.

Energie und Geld sparenWie Cloud-Technologie Bürgern mehr Kontrolle über ihren Energieverbrauch ermöglicht

Juniper Research prognostiziert, dass smarte Grids mit Smart Cities bis 2022 jährlich 14 Milliarden US-Dollar (10 Milliarden £) an Einsparungen für Bürger bringen. Steffen Sorrell, leitender Analyst bei Juniper, zu Cloud Pro: „Smart Grids zwingen Versorger zu neuen Modellen mit mehr Flexibilität für Verbraucher.“

Die Cloud ist essenziell. Sorrell: „Einspeisevergütungen für Solarüberschuss sind ein früher dezentraler Energiemarkt. Bald könnten Peer-to-Peer-Plattformen Überschussenergie direkt handeln.“

Siehe auch: Unser veränderter Lebensstil spart Energie. Bis 2050 könnte die Welt mit Wind-, Wasser- und Sonnenkraft versorgt werden.

Ähnliche Cloud-Lösungen gibt es im Smart-Home-Bereich: Thermostatventile von Netatmo oder Nest erlauben zonale Heizsteuerung per App. Grafische Berichte helfen, Verbrauch zu optimieren – auch remote.

Es ist Zeit für Veränderung

Die Cloud verbindet den Energiesektor durch Echtzeitdaten, die Angebot und Nachfrage balancieren – von Speichern bis Endnutzer.

George Nizharadze, Data and Commercial Optimization Lead bei Origami Energy in Cambridge: „Cloud-Technologien liefern Echtzeitdaten zu Verbrauch und Erzeugung, für bessere Entscheidungen – günstigere Zeiten nutzen oder Spitzen vermeiden.“

Von Bürgern, die optimal verbrauchen, bis zu Netzen aus Microgrids: Die Cloud transformiert Energie und nutzt Bürger direkt.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf unserer Schwesterseite Cloud Pro.