Ein internationales Team von Forschern hat den einzigartigen "Klang" der Erde aufgezeichnet. Dieser tiefe Ton hat nichts mit populären Melodien wie denen von Michael Jackson zu tun.
Mit Ozeanboden-Seismometern (OBS) im Indischen Ozean gelang es, die Eigenresonanz der Erde zu erfassen. Zwischen September 2012 und November 2013 wurden 57 solcher Instrumente eingesetzt. Die Aufnahmen zeigen Frequenzen zwischen 2,9 und 4,5 Millihertz – weit unter der Hörschwelle des menschlichen Ohrs (über 10.000-mal niedriger).
Seit 1959 wissen Experten von diesem Phänomen, doch seine Ursache bleibt rätselhaft. Es handelt sich nicht um Verschiebungen tektonischer Platten oder Mikroerdbeben. Mögliche Erklärungen umfassen atmosphärische Störungen oder Wellenbewegungen am Meeresboden.
Das Summen ist global: Nach Filtern ozeanischer Störgeräusche stimmen die Messungen mit terrestrischen Aufzeichnungen aus Algerien überein.
Diese Entdeckung könnte wertvolle Einblicke in die inneren Erdschichten ermöglichen und helfen, Strukturen unter der Kruste präzise zu kartieren.
Die Forscher des Institut de Physique du Globe de Paris haben die Aufzeichnungen bisher nicht öffentlich gemacht.