Nissan entwickelt die innovative „Brain-to-Vehicle“-Technologie (B2V), mit der Fahrer ihr Auto allein durch Gedanken steuern können. Die Idee: Direkte Verbindung zwischen Gehirn und Fahrzeug.
Die Technologie wird nächste Woche auf der CES 2018 in einem Fahrsimulator präsentiert. Ziel ist es, Reaktionszeiten in Gefahrensituationen zu verkürzen – schneller als bei konventionellem Fahren.
Nissan argumentiert, dass Menschen zu langsam auf ihre eigenen Gedanken reagieren. Das Auto liest sie daher vorab aus und handelt. Dafür tragen Fahrer ein EEG-Headset (Elektroenzephalographie), das Gehirnwellen misst.
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Das Headset reduziert die Reaktionszeit um 0,2 bis 0,5 Sekunden. In kritischen Momenten kann das den Unterschied zwischen Unfall und sicheren Bremsen bedeuten.
Praktisch mag ein gehirnlesendes Auto vorerst theoretisch wirken – im Vergleich zu vollautonomen Fahrzeugen. Doch B2V könnte ein übergangsbedürftiger Fortschritt sein, bis autonome Autos allgegenwärtig sind.
https://youtube.com/watch?v=oCi6taII6Yo
Nissan sieht Potenzial für mehr Komfort in autonomen Fahrzeugen: Das Auto erkennt Unwohlsein oder Nervosität aus Gehirnwellen und passt die Fahrweise an.
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Interessant: Die Technologie könnte sogar beeinflussen, was Passagiere sehen. Via Augmented Reality (AR) könnten beruhigende oder ansprechende Bilder angezeigt werden, um die Fahrt angenehmer zu gestalten. Klingt futuristisch – vielleicht gar dystopisch.
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„Wenn die meisten an autonomes Fahren denken, stellen sie sich eine unpersönliche Zukunft vor, in der Menschen die Kontrolle abgeben“, sagt Daniele Schillaci, Executive President bei Nissan. „B2V nutzt jedoch Signale aus Ihrem Gehirn, um die Fahrt aufregender und angenehmer zu machen.“
Ein Highlight: Das EEG unterscheidet instinktive von rationalen Reaktionen. Instinkte sind nicht immer optimal – mehr Denkzeit kann bessere Entscheidungen ermöglichen, etwa Bremsen vs. Ausweichen.
Das System erkennt nuanciert genug, um echte Fahrsignale von Alltagsgedanken zu trennen. Ein Meilenstein für sichere Mobilität.