Das neue Jahr markiert für viele einen Neuanfang – eine Chance zur Erneuerung. Besonders erwartet werden jedoch Mark Zuckerbergs kreative und oft unterhaltsame Neujahrsresolutionen.

In der Vergangenheit baute er 2016 einen persönlichen KI-Assistenten für sein Zuhause, lernte 2014 Mandarin und reiste 2017 durch alle 50 US-Bundesstaaten, um mit Menschen vor Ort in Kontakt zu treten – fernab von bloßen PR-Aktionen. 2015 las er zudem 25 Bücher in einem Jahr, also weniger als eines alle zwei Wochen.
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2018 bricht Zuckerberg mit dieser Tradition persönlicher Ziele und wendet sich beruflichen Herausforderungen zu. Es ist höchste Zeit, die Missstände bei Facebook anzugehen – von Fake News bis zur russischen Einmischung in die US-Wahl 2016.
Was einst ein Ort für fröhliche Urlaubsfotos war, wird zunehmend von Missbrauch heimgesucht. Zuckerberg kündigte in einem ausführlichen Post an: "Die Welt fühlt sich ängstlich und gespalten an, und Facebook hat viel zu tun – sei es, unsere Community vor Missbrauch und Hass zu schützen, ausländische Einmischung abzuwehren oder sicherzustellen, dass die Zeit auf Facebook sinnvoll genutzt wird."
Seine Strategie umfasst strengere Richtlinien-Durchsetzung und präventive Maßnahmen gegen Missbrauch. "Wenn wir 2018 erfolgreich sind, enden wir das Jahr auf einem viel besseren Weg", betonte er. Indem er berufliche und persönliche Lernziele verknüpft, argumentiert er: "Ich lerne mehr, wenn ich mich voll auf diese Themen konzentriere."
Dieses Vorhaben geht über Technik hinaus und berührt Geschichte, Politik, Philosophie und Medien. Zuckerberg plant Expertenrunden: "Ich freue mich darauf, diese Themen mit Fachleuten zu diskutieren."
Ein Schwerpunkt ist die Zentralisierung sozialer Medien. "Viele wählten Technologie, weil sie dezentralisierend wirkt und Macht an die Menschen gibt", erklärte er und versprach, Lösungen für Identitäts- und Machtfragen zu erarbeiten.
Ein nobles und dringend notwendiges Ziel, besonders nach den turbulenten Jahren. Im Vergleich zu 2009, als er sich vornahm, täglich eine Krawatte zu tragen, zeigt dies die Reife des Unternehmens.