So schützen Sie Ihr Smart Home zuverlässig vor Hacks
Die Smart-Home-Branche boomt: Schätzungen gehen von einem Marktwert von 21,6 Milliarden US-Dollar bis 2020 aus. Deshalb finden sich immer mehr Sicherheitsalarmsysteme, Überwachungskameras, Babyphones und appgesteuerte Geräte in unseren Haushalten.

Die Internetverbindung macht diese Geräte praktisch, birgt aber Risiken: "Intelligente" Geräte sind leichter hackbar als herkömmliche Modelle. Basierend auf unserer langjährigen Expertise in IT-Sicherheit stellen wir gängige Hacking-Methoden vor – inklusive realer Beispiele und präventiver Maßnahmen.
Signale abfangen
Wi-Fi- und Bluetooth-Geräte senden drahtlose Signale. Mit speziellen Tools können Hacker diese abfangen und bei fehlender Verschlüsselung die Kontrolle übernehmen.

2014 zeigten Sicherheitsforscher, dass Hacker mit günstigen Software-Defined Radios (SDR) – quasi TV-Tuner-Dongles am Laptop – unverschlüsselte Signale von Alarmsensoren und Steuerpulten abfangen und Heimsicherheitssysteme manipulieren konnten.
So vermeiden Sie es
Bei professionell installierten drahtlosen Systemen: Wählen Sie Marken mit starken Bewertungen und expliziter Verschlüsselung. Alle Datenübertragungen müssen sicher sein, unabhängig vom Protokoll.
Softwarelücken
Viele Apps für smarte Geräte erlauben offenen Entwicklerzugriff für mehr Flexibilität – und damit Sicherheitsrisiken.

"Anpassbare Apps bieten tolle Funktionen, schaffen aber Angriffsflächen", erklärt Carson Ward, Webentwickler bei Fractal Media. Intelligente Schlösser sind oft nicht ausreichend gesichert; Drittanbieter-Apps können Lücken schaffen.
Forscher der University of Michigan fanden: 40 % von fast 500 Drittanbieter-Apps für Samsung SmartThings waren durch Codefehler angreifbar.
So vermeiden Sie es
Wählen Sie Geräte mit kontrolliertem Drittanbieter-Zugriff. Halten Sie Software und Firmware stets auf dem neuesten Stand, wie Ward empfiehlt – Updates schließen bekannte Lücken.
Physische Manipulation
Selbst moderne Geräte haben mechanische Schwächen: Leichtes Verschieben oder Zurücksetzen öffnet Türen für Hacker.

2016 fand Pen Test Partners eine Lücke bei der Ring Video Doorbell: Nach Lösen zweier Schrauben konnte die Einrichtungstaste aktiviert werden, um Wi-Fi-Zugang und Passwörter abzugreifen. Ring hat gepatcht, doch solche Angriffe bleiben relevant.
So vermeiden Sie es
Nutzen Sie robuste, fest montierte Geräte, besonders outdoor. Lassen Sie bei Unsicherheit professionell installieren und aktualisieren Sie Firmware regelmäßig.
Passwörter knacken
Schwache Passwörter laden Hacker ein. Geknackt, übernehmen sie die volle Kontrolle.

2015 meldete Rapid7: Viele Babyphones nutzten Standardpasswörter und schwache Verschlüsselung. Häufige Fälle: Hacker terrorisieren Kinder über ungesicherte Monitore.
So vermeiden Sie es
Erste Linie: Starke Passwörter (mind. 15 Zeichen, Zahlen, Sonderzeichen, Großbuchstaben, kein Wörterbuchwort). Prüfen Sie Zugriffsprotokolle, registrieren Sie Geräte beim Hersteller für Updates.
Malware-Angriffe
Internetverbindung macht IoT-Geräte anfällig für Malware.

Oktober 2016: IoT-Malware lähmte Twitter, Amazon & Co. via DDoS auf Dyn. Experten wie Richard Meeus von NSFocus warnen: IoT-Angriffe nehmen zu.
So vermeiden Sie es
Installieren Sie Firewalls, ändern Sie Standardnamen. Erwägen Sie IoT-Schutz wie Bitdefender Box oder Norton Core. Folgen Sie Best Practices für Ihr Netzwerk.
Fazit
Gartner prognostizierte: Bis 2020 über 25 Milliarden vernetzte Geräte. Machen Sie Smart-Tech sicher: Partnern Sie mit vertrauenswürdigen Anbietern, ergänzen Sie Firewalls, starke Passwörter und pro Installation.
