In der umfassendsten genetischen Studie zur Haarfarbe aller Zeiten haben Forscher der University of Edinburgh acht zuvor unbekannte genetische Varianten identifiziert, die rotes Haar bestimmen.

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Nach der Analyse der DNA von 350.000 Teilnehmern der UK Biobank-Studie konnten die Wissenschaftler etablierte Annahmen zur Genetik roter Haare korrigieren.
Bisher galt das MC1R-Gen als alleiniger Schlüssel, das von beiden Eltern vererbt werden musste. Doch der Vergleich mit Trägern schwarzer und brauner Haare ergab acht neue genetische Merkmale bei Rothaarigen. MC1R bleibt zentral und erklärt 73 % der Erblichkeit, während die neuen Funde zusammen 90 % abdecken.
Die acht Gene haben vielfältige Funktionen: Einige regulieren die Aktivität von MC1R, andere beeinflussen Haarstruktur und -wachstum. So entsteht die charakteristische rote Färbung erst durch diese Kombination.
Zusätzlich wurden 200 genetische Varianten für blondes und braunes Haar entdeckt, inklusive Einflüssen auf Textur und Wachstum. Zukünftig könnte eine personalisierte Haarstilwahl genetisch machbar werden.
Prof. Albert Tenesa vom Forschungsteam betonte: „Wir sind hoch erfreut, dass diese Arbeit den Großteil der genetischen Variation erklärt, die zu Haarfarbunterschieden bei Menschen führt.“
Als Rothaarige mit jahrelanger Expertise in diesem Thema freue ich mich besonders: Meine Standardantwort auf Nachfragen – „gute Gene“ – ist nun wissenschaftlich fundiert.