Android-Smartphones sind anfällig für das betrügerische Entsperren mit 3D-gedruckten Köpfen, wie eine aktuelle Untersuchung von Forbes-Journalist Thomas Brewster zeigt. Zur Überprüfung der Gesichtserkennungssicherheit ließ er eine präzise 3D-Nachbildung seines eigenen Kopfes anfertigen und testete sie an biometrischen Systemen von fünf Top-Geräten.
Während Apples iPhone X dem 300-Pfund-3D-Kopf widerstand, fielen alle vier getesteten Android-Modelle darauf herein. „Wenn Sie ein Android-Nutzer sind, schauen Sie jetzt weg“, warnte Brewster. „Alle Android-Geräte öffneten sich. Apples Telefon blieb jedoch ungerührt.“
Siehe zugehörige iPhone X-Rezension: Apples teures iPhone X ist immer noch eine Schönheit Face ID Fail: Hacker behaupten, das iPhone X mit einer 3D-gedruckten Maske getäuscht zu haben
Die getesteten Android-Geräte gehörten zu den leistungsstärksten Modellen von 2018 mit Google-Software: Samsung Galaxy S9, Samsung Galaxy Note 8, LG G7 ThinQ und OnePlus 6. Das iPhone X aus 2017 hielt stand und reagierte nicht auf den leblosen Replikkopf.
Apples Face ID gilt als überlegen, dank Infrarot-Tiefenscanner und Aufmerksamkeitsdetektion, die es deutlich resistenter gegen solche Tricks macht. Android-Hersteller konnten in Gesprächen mit Forbes kein vergleichbares Sicherheitsniveau bestätigen.
Dies ist nicht der erste solcher Test: Bereits 2017 behauptete die vietnamesische Firma Bkav, ein iPhone X mit einer speziellen 3D-Maske ausgetrickst zu haben. Dennoch sollte dieser Stunt Android-Nutzer alarmieren – ein 300-Pfund-Kopf erfordert Aufwand, erleichtert aber physischen Zugriff erheblich. Ein Passwort-Tippen wirkt dagegen harmlos.