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Kann Künstliche Intelligenz wirklich emotional intelligent sein? Experten geben Auskunft

Von Vaughn Highfield

Ist emotionale KI die nächste große Grenze für künstliche Intelligenz?

Kann Künstliche Intelligenz wirklich emotional intelligent sein? Experten geben Auskunft

In Philip K. Dicks Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen? wird die Frage aufgeworfen, ob ein künstliches Gehirn je in der Lage sein könnte, Emotionen zu verstehen. Kann eine Maschine eine echte emotionale Verbindung zu Menschen eingehen, wenn sie selbst keine Empathie empfinden oder Emotionen ausdrücken kann?

Was 1968 noch Science-Fiction war, ist heute ein zentrales Thema in der KI-Branche. Mit rasanten Fortschritten sehen viele Experten emotionale Intelligenz als nächsten Schritt: vom simplen Chatbot hin zu einem echten Begleiter und Assistenten.

„Die Idee, dass Maschinen echte Emotionen haben, wirkt wie Science-Fiction“, betonte Hugh Williams, Technologieberater bei Voices, in einer Podiumsdiskussion auf der Tech Week der Photobox Group, moderiert von Alphrs Redaktionsleiterin Victoria Woollaston. „Emotionen entstehen durch die Verarbeitung von Millionen Sensoren im Körper – ein Produkt des Menschseins. Es ist unwahrscheinlich, das in Maschinen nachzuahmen.“

Wenn emotionale KI keine echten Gefühle erzeugt, was ist sie dann?

Kann Künstliche Intelligenz wirklich emotional intelligent sein? Experten geben Auskunft

Was ist emotionale KI?

Emotionale KI simuliert menschliche Emotionen, um Interaktionen natürlicher zu gestalten. Es handelt sich um intelligente Antworten auf typische Situationen, die den Eindruck von Verständnis erwecken.

Behshad Behzadi, technischer Leiter von Google Assistant, erklärt: „Wenn Google Assistant einen Fehler macht, entschuldigt es sich. Bei Lob sagt es Danke. Das verleiht Persönlichkeit und macht es sympathisch – mehr als nur eine Türklingel.“

„Statt dass Menschen lernen, mit Maschinen umzugehen, müssen Maschinen Menschen verstehen“, fährt Behzadi fort. „Emotionale KI erkennt den emotionalen Zustand und ermöglicht natürlichere, hilfreichere Reaktionen.“

Der Vorteil: KI gewinnt Kontext. Erkennt sie Wut, passt sie ihre Antwort an die Situation an. Clare Gilmartin, CEO von The Trainline, ergänzt: „Emotionale Zustände beeinflussen Reaktionen – z. B. bei Zugverspätungen. Wir integrieren das, um personalisiertere Hilfe zu bieten.“

Kann Künstliche Intelligenz wirklich emotional intelligent sein? Experten geben Auskunft

Stört emotionale KI?

Viele empfinden emotionale KI als unheimlich, da virtuelle Assistenten noch nicht alltäglich sind. Doch das ändert sich, prognostiziert Behzadi: „In zehn Jahren haben wir stets einen vertrauenswürdigen Assistenten. Geräte wie Amazon Echo for Kids raten Kindern bereits, bei sensiblen Themen Erwachsene zu konsultieren.“

Williams sieht Vorteile durch diversere Einflüsse: „Wir brauchen Soziologen und Psychologen neben Informatikern, um KI inklusiv zu gestalten – für eine unvoreingenommene Navigation durch die Welt.“

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Gefährlich emotional?

Eine KI, die Emotionen versteht, aber nicht fühlt, birgt Risiken – wie eine soziopathische Maschine. Richard Orme, CTO der Photobox Group, warnt: „Wir müssen fragen: Sollen wir es tun? Verstehen wir die Auswirkungen?“

„Emotionale KI kann so gestaltet werden, dass sie gezielt auf Menschen wirkt“, betont Orme. Alle Panelisten teilen die ethische Verantwortung: „Hinter jeder Anwendung muss ein klarer Zweck stehen“, schließt Gilmartin.

Bei Photobox hilft KI Kunden, maßgeschneiderte Fotoalben zu erstellen – immer mit Fokus auf Nutzerwohl und breiteren Implikationen.