Ein Meilenstein in der Militärtechnologie: Das US-Unternehmen Duke Robotics hat die TIKAD-Drohne entwickelt – eine ferngesteuerte Plattform, die mit Sturmgewehren oder Granatwerfern ausgestattet werden kann. Sie verspricht, Soldaten in Konfliktzonen zu schützen, indem sie gefährliche Nahkämpfe vermeidet.

Als zukunftsweisendes System soll TIKAD den "Soldaten der Zukunft" verkörpern. CEO Raziel Atuar, ehemaliger Kommandeur einer Spezialeinheit, erklärt: „Als jemand, der jahrelang auf Schlachtfeldern aktiv war, wünschte ich mir oft Alternativen zur Truppeneinsatz. Bei Duke Robotics haben wir ein System geschaffen, das Schlachten verändern und Leben von Soldaten sowie Zivilisten retten könnte.“ (Quelle: Statement an Digital Trends)
Die Drohne wiegt 50 kg, fliegt in Höhen von 10 bis 500 Metern und trägt halbautomatische Waffen oder einen 40-mm-Granatwerfer. Dank proprietärer Rückstoßstabilisierung bietet sie hohe Präzision und wird vollständig ferngesteuert.

"TIKAD ist produktionsreif und wird bereits ausgeliefert", betont Atuar. Duke Robotics erfüllt derzeit einen Auftrag des israelischen Verteidigungsministeriums und verhandelt mit weiteren Regierungen. Details zu Einsatzorten bleiben aus Sicherheitsgründen vertraulich.
Moderne Schlachtfelder zeichnen sich durch zunehmenden UAV-Einsatz, Fernkämpfe und Guerilla-Taktiken aus. TIKAD passt sich diesem Trend an, indem sie Kleinwaffen aus der Luft einsetzt.
Vergleichbare Konzepte gab es schon früher: Ein YouTube-Video zeigte 2018 eine selbstgebaute Drohne mit Handfeuerwaffe, und Activision parodierte 2012 russische Prototypen für Call of Duty: Black Ops II. Die TIKAD markiert jedoch den Einstieg in serienreife Militärtechnik.
Siehe auch: Drohne liefert Hot Dogs – die leichtere Seite der UAV-Technik