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Warum Mark Zuckerberg eine Präsidentschaftskandidatur 2020 nicht eingesteht: Risiko für Facebooks Geschäft

Neueste Umfragen bestätigen, was viele vermuteten: Donald Trump würde bei einer Wahl 2020 gegen Joe Biden (54-39), Bernie Sanders (52-39), Elizabeth Warren (49-42), Cory Booker (45-40) oder Kamala Harris (41-40) verlieren. Dies unterstreicht Trumps Schwäche – und deutet auf anhaltenden Sexismus in der Wählerschaft hin. Komiker David Cross fasst es treffend in einem Tweet zusammen:

Doch tiefer betrachtet, ergibt sich ein faszinierendes Szenario: Gegen Facebook-CEO Mark Zuckerberg läge Trump bei 40-40 unentschieden. Nach vier Amtsjahren hätte Trump endlich einen noch unqualifizierteren Gegner – und die Wähler wären gespalten.

Zuckerberg kandidiert definitiv nicht. Er reist lediglich durch die USA, besucht jeden Bundesstaat und dementiert Ambitionen – auf höchst nuancierte Art, die Türen offen lässt. Eine typisch politische Antwort, die Flexibilität bewahrt. Welch Verschwendung, wenn er nicht antritt. Warum Mark Zuckerberg eine Präsidentschaftskandidatur 2020 nicht eingesteht: Risiko für Facebooks Geschäft

Warum leugnet er Ambitionen? Zwei Gründe: Erstens vermeidet er jahrelange öffentliche Prüfung. Zweitens, zynischer: Eine Kandidatur würde Facebooks Regulierung durch die US-Regierung beschleunigen – fatal für Aktionäre.

Ehemaliger Facebook-Verkaufsleiter Antonio García Martínez sagte The Guardian: „Es ist verrückt, dass Zuckerberg behauptet, Facebook beeinflusse Wahlen nicht, während Verkäufer Werbetreibende genau das versprechen.“ Politische Digitalwerbung belief sich 2016 auf über 1 Milliarde US-Dollar – genaue Zahlen bleiben verschwommen. Im UK gelten strenge Regeln, in den USA herrscht Wildwest bei PACs und Super PACs. Ein Zuckerberg-Kandidat würde Facebooks Werbemacht unter die Lupe nehmen. Warum Mark Zuckerberg eine Präsidentschaftskandidatur 2020 nicht eingesteht: Risiko für Facebooks Geschäft

Bezahlte Werbung ist nur der Anfang. Zuckerberg hat 93,5 Millionen Follower – Trump nur 23,8 Millionen, Obama post-Amtszeit 52,8 Millionen. Mit Facebooks Algorithmen könnte er seine Botschaft dominieren und Rivalen unterdrücken. Regulatoren würden Algorithmen transparent machen und Facebooks Wahlmacht eindämmen. Warum Mark Zuckerberg eine Präsidentschaftskandidatur 2020 nicht eingesteht: Risiko für Facebooks Geschäft

Noch mächtiger: Facebooks Einfluss auf Wahlbeteiligung. 2010 steigerte eine „Ich habe gewählt“-Montage die Voter Turnout um 340.000. Trumps 2016-Kampagne unterdrückte Clinton-Wähler gezielt. Ein Zuckerberg-Team könnte das präziser tun – personalisiert bis zur Straße. Persönliche Daten würden reguliert werden.

Siehe auch: General Election 2017 – So manipulieren Parteien auf Facebook. Ist Crowdfunding die Zukunft der Politik? Zuckerberg heizt Gerüchte mit US-Tour an.

Umfragen können schwanken – bis 2020 vergehen 172 Wochen. Doch Zuckerbergs Plattform-Macht verschiebt jedes 40-40-Ergebnis zu seinen Gunsten. Kein Wunder, dass er schweigt: Als Privatmann schützt er Facebooks Aktienkurs. Die Regierung reagiert langsam auf Tech-Monopole – außer bei Präsident Zuckerberg.

Bilder: Anthony Quintano, CC-lizenziert