Crowdfund der Woche: Mycroft Mark II
Während ein echter Butler ein Vermögen an Löhnen kostet, sind digitale Assistenten günstig und allgegenwärtig – mit Namen wie Alexa, Bixby, Cortana, Siri oder Google Assistant. Diese Systeme stammen von Tech-Giganten, die ein klares Ziel verfolgen: Sie in ihr Ökosystem für Werbung, Direktverkäufe und Einnahmen zu ziehen. Die niedrigen Preise täuschen – hinter ihnen steht ein Geschäftsmodell, das auf Ihren Daten basiert.
Der Crowdfund dieser Woche ist anders: Ein smarter Lautsprecher, der Ihre Privatsphäre respektiert und nichts verkaufen will. Alphahr-Leser, stellen Sie sich Mycroft vor.
Was ist Mycroft Mark II?
Mycroft Mark II – kurz Mycroft – ist die zweite Generation eines Open-Source-Sprachassistenten, der 2015 erfolgreich gecrowdfundet wurde. Das Original war für Entwickler gedacht, die neue Version zielt auf Verbraucher ab und konkurriert mit Amazon Echo, Google Home oder Apple HomePod. 
Im Unterschied zu den Silicon-Valley-Geräten, die oft als Datensammler kritisiert werden, löscht Mycroft Ihre Daten nach der Abfrage und drängt nicht zum Kauf. „Für viele Nutzer ist Datenschutz entscheidend“, erklärt Mycroft-Gründer Joshua Montgomery per E-Mail. „Big Tech hört überall mit – und das zu Recht besorgniserregend. Consumer Watchdog hat Patente der Giganten analysiert, die hochintrusive Technologien offenbaren.“
Das Projekt entstand vor dem Boom der Smart Speaker. „Wir wollten im Makerspace Lichter steuern, Musik abspielen und Jarvis aus Iron Man nachbauen“, sagt Montgomery. „Vor dem Echo gab es keine anpassbare Lösung – also haben wir selbst gebaut.“
2015 sammelte das Original 127.520 US-Dollar. Mycroft II hat in zwei Wochen weit mehr eingesammelt. Verbesserungen umfassen ein Echo-Show-ähnliches Display und optionale Kamera. 
Montgomery: „Wir haben aus Fehlern gelernt: Mikrofonplatzierung, Fertigung, internationale Vorschriften. Der Mark II ist das Ergebnis – ich bin hochzufrieden.“ Zu Konkurrenten: „Solide Hardware und Sound bei Amazon und Google, aber Platz für einen offenen, unabhängigen Player ohne Monetarisierungsdruck.“ Er prognostiziert: „Bis 2028 unterscheidet man KI von Menschen kaum mehr.“
Warum sollte es mich interessieren?
Suchen Sie einen Smart Speaker ohne Datensammlung und Verkaufsdruck? Mycroft ist ideal. Wecken Sie ihn mit Ihrem Wort – leider nicht mit „Jeff Bezos“ fürs Echo.
Preis und Versand
DIY-Version: 99 USD (ca. 71 GBP), selbst bauen und 3D-drucken. Fertig: +30 USD (ca. 21 GBP). Mit 1080p-Kamera (mechanischer Verschluss): 179 USD (ca. 128 GBP). Versand: Dezember 2018. 
Gibt es Alternativen?
Echo oder Home – aber Datenschutzbedenken sprechen dagegen. Mycroft gleicht eher Echo Show durch Display. Montgomery teasert günstigen Dot-Ähnlichen. Open Source: Jasper zum Selberbauen, aber keine fertige Lösung wie Mycroft.
Siehe auch: So starten Sie eine erfolgreiche Crowdfund-Kampagne: 12 Tipps für Kickstarter/Indiegogo. Messen Sie lokale Luftverschmutzung mit diesem Taschengerät.
Wie riskant ist das Crowdfunding?

Crowdfunding birgt Risiken: Keine Garantie. Zahlen Sie nur, was Sie entbehren können. Mycroft ist sicherer: Erfolgreiches Vorprojekt, funktionierendes Prototyp, starke Community.
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